Ökumene
Unter Ökumene (von griechisch oikoumene, „Erdkreis, die ganze bewohnte Erde“) wird eine Bewegung im Christentum bezeichnet, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen Konfessionen anstrebt.
Die ökumenische Bewegung begann schon in der Reformation. Danach wurde sie insbesondere von protestantischen Kirchen initiiert. Als Beginn der modernen ökumenischen Bewegung wird die Weltmissionskonferenz in Edinburgh im Jahre 1910 angesehen. Drei Grundziele wurden definiert:
- Gemeinsames Handeln in der Mission
- Einheit in der Verkündigung von Jesus Christus
- Gemeinsamer Dienst an der Welt
Ökumenische Institutionen finden sich vor allem im Ökumenischen Rat der Kirchen sowie den lokalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Die Bewegung wird wissenschaftlich durch die Entwicklung innerhalb der ökumenischen Theologie begleitet.
1948 kam es zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, in der sich anfangs elf Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zusammenfanden, um die ökumenische Zusammenarbeit und die Einheit der Kirchen zu fördern. In der Satzung geben die Mitglieder als ihre Gemeinsamkeit an: „Sie bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Sie wirkt nach innen durch gegenseitige Information, Beratung und Zusammenarbeit zwischen den Kirchen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene und fördert das theologische Gespräch mit dem Ziel der Klärung und Verständigung; nach außen vertritt sie gemeinsame Anliegen der Mitgliedskirchen in der Öffentlichkeit und bei politischen Institutionen.