Werk der Barmherzigkeit: Ich stehe dir bei in deiner Not

Selig die Trauernden,
denn sie werden getröstet werden.

Matthäus 5,4

Trauer und Zweifel treten häufig gemeinsam auf, je tiefer die Trauer, desto verzweifelter ist der trauernde Mensch. Nichts vermag mehr zu tragen, alle Verlässlichkeiten scheinen entschwunden, ein dunkler Schatten liegt über dem Leben, Einsamkeit greift Raum.

Trauer kann alle Menschen treffen: durch den Tod lieber Menschen, in Situationen der Trennung, beim Verlust des Arbeitsplatzes, wenn die Lebensaufgabe genommen ist, die Zukunftsplanung zerrinnt. Wer Trauer überwinden helfen und Hoffnung schenken möchte, muss die bittere Situation der Trostlosigkeit aushalten, geduldig zuhören, das Leid mittragen und dem Verzweifelten nahe bleiben – ohne zeitliche Begrenzung.
Das Wort Jesu in der Bergpredigt: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,5) kann dabei Zuversicht schenken. Situationen, die auf Erden nicht lösbar sind, dürfen Gott in die Hände gelegt werden, im Vertrauen darauf, dass er es ist, der „alle Tränen abwischt“ (Offb 7,17).

Es ist gar nicht so einfach, Zweifelnden mit gutem Rat zur Seite zu stehen. Bei praktischen Fragen helfen Lebens- und Glaubenserfahrung, immer wissend, dass der Mensch, der Rat sucht, in der Annahme der Ratschläge frei ist – sie sind nur ein Angebot. In Lebenssituationen, in denen grundsätzliche Entscheidungen anstehen, geht es um mehr. Da ist es wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen als vorschnell Antworten zu geben: „Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich? Warum gibt es das Böse? Was wird nach diesem Leben sein?“ (Johannes Paul II, Enzyklika Fides et Ratio Nr. 1).

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