Werk der Barmherzigkeit: Ich schließe dich ein in mein Gebet

Gehört hat der Herr mein Flehen,
der Herr nimmt mein Beten an.

Psalm 6,10

Manchmal sagen wir in auswegloser Situation: „Da hilft nur noch Beten!“. Beten hilft immer, wenn es vom Vertrauen auf Gott getragen ist, denn Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, wohl aber all seine Verheißungen. Der Ort in einer Kirche, an dem stellvertretend für die Lebenden und die Toten gebetet, an dem Freude und Leid vor Gott getragen wird und an dem Kerzen brennen, ist ein Ort des Segens.
Im Alten Testament galt es als schwere Strafe, kein Begräbnis zu erhalten. Im Buch Tobit wird deswegen nach den Werken der Barmherzigkeit „die Toten begraben“ (Tob 12,12) als gute Tat eigens hervorgehoben. Im Neuen Testament ist die Beisetzung Jesu Christi nach dem Tod am Kreuz eindrucksvoll beschrieben und im Apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es über Jesus Christus: „gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten“.
Im Christentum kommt der Eucharistiefeier für die Verstorbenen, in dem der Glaube an die Auferstehung die zentrale Rolle spielt, höchste Bedeutung zu – ohne Urteil über ihr Leben. Das gilt unverändert seit Anbeginn der christlichen Gemeinden. Und weil Gott einen jeden Menschen beim Namen gerufen hat, setzen sich Christen dafür ein, dass alle Toten, unabhängig ihres Glaubens, ein Grab mit dem eigenen Namen und eine würdige Bestattungsfeier erhalten.
Alle Werke der Barmherzigkeit sind getragen vom Gebet.

„Wer für andere betet, schaut auf sie mit anderen Augen“

Bischof Joachim Wanke im Elisabeth-Jahr 2006

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