St. Josef Höchst

Altiplano - Eine-Welt-Gruppe

Schon immer waren der Gemeinde St. Josef Höchst die sozialen Belange ihrer Mitmenschen sehr wichtig. Dabei begnügten sie sich nicht in der Gemeinde und im Stadtteil durch aktive Caritasarbeit sondern schauten auch auf die globalen sozial- und wirtschaftspolitischen Belange sowohl im damaligen sogenannten Ostblock als auch in der wie man noch heute im Volksmund sagt :
“ Dritten Welt “.

So verwundert es kaum, dass Unmut im Pfarrgemeinderat aufkam, als die Kosten zur Erneuerung der Fenster in der Justinuskirche bekannt wurden. Es kam die Frage auf: Können wir verantworten, so viel Geld für ein paar Fenster auszugeben, wo so viele Menschen auf der Welt kaum Zugang zu Nahrung, Wasser und Bildung haben? Verpflichtet uns nicht die Nächstenliebe und die Botschaft Jesu Christi diesen Menschen zu helfen? Sie können Sich vorstellen, die Diskussion verlief sehr kontrovers, denn natürlich sind die Fenster für die Kirche auch wichtig und die Justinuskirche als eine der ältesten Kirchen in Deutschland auch vielen Mitchristen ans Herz gewachsen. Was also tun?

Der Pfarrgemeinderat wollte ein Zeichen setzen und der Ausschuss des Pfarrgemeinderates Mission- Entwicklung- Frieden fand folgende Lösung:
Wir spenden für ein Projekt der dritten Welt die gleiche Summe, die wir für die Fenster der Justinuskirche bezahlen werden..
Man entschied sich für die Unterstützung der Menschen auf dem Altiplano, einem Plateau in Bolivien. Der Beschluss war gefasst, die Altiplanogruppe gegründet.
Das Geld für das Projekt, ein Erwachsenenbildungsprogramm, wurde durch den Verkauf von fair gehandelter Ware, Gemeindeaktivitäten wie zum Beispiel einer Modeschau und anschließendem Verkauf mit Kleidung aus Alpakawolle, die auf dem Altiplano produziert wurde, Spendenaufrufe und vieles mehr gesammelt. So konnte schon bald das Geld für den ersten Teilabschnitt, nämlich 3000,00 DM für Papierbedarf überwiesen werden und der zweite Teilabschnitt, die Ausstattung einer Schreinerwerkstatt als nächstes Teilziel begonnen werden. Auch mit der politischen Lage in Bolivien setzte sich die Altiplanogruppe und die Gemeinde auseinander. Sie lud unter anderem den Bischof aus Bolivien ein. 1991 war das Projekt Altiplano abgeschlossen, die moralische Bringschuld abgearbeitet.

Doch ließ dies die Altiplanogruppe nicht ruhen. Die Verantwortung für unser Mitmenschen auch als Auftrag unseres Christ sein beflügelte das Arbeiten der Gruppe.
Durch die Chemiegewerkschaft und Mitarbeitern der Kirchengemeinde St. Josef wurden Kontakte zur Landlosenbewegung in Brasilien geschlossen, die Landlosenbewegung auf Beschluss des Pfarrgemeinderates unterstützt und anschließend die Universität für “Habenichtse“ mit aufgebaut. Als die Bildungsstätte stand und selbständig existieren konnte, suchten wir ein neues Projekt und fanden Girassol.
Girassol, das Kinder-, Berufs- und Sozialzentrum ist ein Ort für Kinder und Jugendlichen in einer Favela am Rande Sao Paulos, Brasilien. Den Kindern wird Bildung und Heimat für Körper, Geist und Seele gegeben, die Familien auf unterschiedlichste Weise unterstützt (immer Aktuelle Infos unter www.projekt-girassol.de oder in der Josefskirche Frankfurt am Main Höchst).
Die 1986 gegründete Altiplanogruppe , inzwischen ökumenisch gewordene, besteht also immer noch und setzt sich weiterhin aktiv für eine faire Welt ein.

Sie treffen uns:
Jeden ersten Samstag im Monat auf dem Höchster Wochenmarkt,
auf dem Höchster Weihnachtsmarkt,
beim Kirchenkaffee und bei Gemeindeveranstaltungen.
An allen Orten findet Verkauf von fair gehandelter Ware bzw. deren Ausschank und Verzehr statt. Auf dem Wochen- bzw. Weihnachtsmarkt treffen wir viele Kirchenferne denen wir Ansprechpartner sind und niedrigschwellig Kontakte entstehen lassen dürfen, den Gedanken des fairen Miteinanders und die Verantwortung für die eine Welt im Austausch verbreiten können. Da der Ein- Welt Stand auf dem Höchster Wochenmarkt sehr Personen intensiv ist, sind wir immer über neue Engagierte erfreut.

 

Logo Girasol            Kinder von Girasol        Gepa Logo

 

Außerdem nehmen wir an der Bistumsaktion 100 Gemeinden handeln fair teil, beraten bei der Auswahl und organisieren Präsente für die Jubilare und Bedürftige aus der Gemeinde, bestücken das Gepa-Regal, das sie im Gemeindebüro vorfinden. Die Ware wird freundlicherweise von der Pfarrsekretärin verkauft. 

Mehr zur Fairtrade-Bewegung in Frankfurt unter Fairtradetown-Frankurt.

Kontaktpersonen für die Altiplano Eine-Welt Gruppe sind :

Gabi Hingott 
Mail: g [PUNKT] hingott [AT] web [PUNKT] de

Heinz Krull
Mail: heinz [PUNKT] krull [AT] web [PUNKT] de

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