Impuls Advent/Weihnachten – 24.11.2025 – 11.01.2026
Advents- und Weihnachtszeit – eine ganz besondere Zeit mit einer ganz eigenen „Aura“

Die Advents- und Weihnachtszeit steht vor der Tür, und „alle Jahre wieder“ stelle ich mir die Frage: Warum ist diese Zeit trotz allen Ballasts, der an ihr hängt und von ihrem eigentlichen Inhalt wegführt, immer noch eine ganz besondere Zeit mit einer ganz eigenen „Aura“?
Kürzlich wurde ich in einem Gespräch gefragt, was mich im Innersten in meinem Glauben berührt und bewegt. Dazu fiel mir der Satz in der Apostelgeschichte im Neuen Testament ein: „In Ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17.28). Wir sind in Gott geborgen, wir können also nicht verloren gehen, trotz all dem, was uns passieren kann und was auf dieser Erde leider passiert.
Sehr schön wird das in der Darstellung auf der Titelseite deutlich, wie die Hände der Eltern die kleine Hand des Babys nicht (er)drücken, sondern begleitend umfangen. Diese Gewissheit spiegelt sich für mich gefühlt im Licht der Kerzen des Adventskranzes und des Christbaums. Dieses Licht Christi, das besonders in der Advents- und Weihnachtszeit fühlbar wird, es kann mir Ruhe und Gelassenheit geben inmitten von Stress, Sorgen und Ängsten. Wir bewegen uns im Licht Christi. Dieses Licht umleuchtet uns immer, auch wenn wir das oft nicht wahrnehmen, und wenn Sie jetzt noch einmal auf die Titelseite schauen: Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam an Weihnachten in die Welt, es hat Fleisch angenommen (vgl. Joh 1,9.14a), es hatte winzig kleine Hände, wie auf unserem Foto. Dieses göttliche Licht hat im Menschen Jesus Fleisch angenommen. „Es hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, voll Gnade und Wahrheit“ (vgl. Joh 1,14). Mehr Nähe, mehr Sichtbarkeit, mehr Licht im Dunkel geht nicht!
Der Mystiker Johannes von Kempen hat im 14. Jahrhundert einen wunderbaren weihnachtlichen Gesang verfasst, der an Weihnachten in manch einer Christmette gesungen wird: „Heute wurde die Nacht verwandelt in hellen Tag, denn den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht: Gott, der Gnädige, Barmherzige und Gerechte. Lichter ohne Zahl werden entzündet in der ganzen Christenheit, und bis zum Beginn des Morgenrots soll ohne Unterlass das Lob dieser Nacht erschallen.“
Mit diesem kleinen Auszug wünsche ich Ihnen und Euch im Namen der Mitglieder des Pastoralteams und des Verwaltungsteams eine frohe und lichterfüllte Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr 2026! Möge die Zeit, die uns täglich neu geschenkt ist, eine Zeit der Hoffnung und der entschlossenen Tat im Geist Jesu sein, in der das Licht und die tiefe Freude der Weihnacht uns innerlich immer begleitet und motiviert.
Michael Ickstadt, Pastoralreferent
Teaserfoto: Martin Flüß, in: Pfarrbriefservice.de
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