Energiekonzept Sankt Margareta Heizperiode 2025/2026
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Ein Jahr mit dem „neuen“ Energiekonzept liegt hinter uns.
Im November des Jahres 2024 wurde das 'neue' Energiekonzept vom Pfarrgemeinderat und vom Verwaltungsrat beschlossen. Dieses wurde von der neu gegründeten AG Energie erarbeitet. Jetzt wurde eine zweite Version des Enegiekonzeptes für die aktuelle Heizperiode beschlossen.Die ausführliche Version können Sie hier nachlesen:2025-Energiekonzept_2025-2026-final.pdf
Was hat die AG Energie in einem Jahr getan?
Infrarotheizstrahler haben die Organisten und Künstler gewärmt und in St. Dionysius konnten Sitzheizkissen auf die Alltagstauglichkeit geprüft werden.
Wie versprochen haben wir die Messergebnisse ausgewertet, die wir hier nun vorstellen und auf deren Basis wir ein Konzept für die Heizperiode 2025/2026 erstellt haben. Die Ergebnisse aus dem Projekt temperierte Kirche fließen ebenfalls hier in die Vorgaben mit ein. Für das eigentliche Projekt gibt es eine gesonderte Auswertung.
Wir haben den Sommer über nicht nur Zahlen ausgewertet, sondern auch Angebote zur Onlineschulung wahrgenommen und standen im intensiven Kontakt mit den Vorständen der Ortsausschüsse.
So hat jede Gemeinde Checklisten für die Kirche und das jeweilige Gemeindehaus bekommen. Mit diesen wollen wir feststellen, ob mit einfachen kleinen Maßnahmen Einsparungen erreicht werden können, die die Mehrkosten für die Heizung abfangen und die Energiekosten in Summe für das Gebäude reduzieren. Aktuell werden diese ausgewertet.
Was allen klar sein, muss, dass solche Konzepte nur funktionieren, wenn die Regelungen eingehalten werden. Das dies nicht immer der Fall war, können wir anhand der Daten belegen und zeigen dies in den Auswertungen für die einzelnen Kirchen.
Was ist neu im Vergleich zum letzten Energiekonzept?
Neu ist die Betrachtung der Heizperioden jahresübergreifend, d.h. die Verbräuche werden von Oktober bis April als Werte für eine Heizperiode betrachtet. Dies führt zwar zu einer Abweichung der bisherigen Betrachtungsweise, erlaubt uns aber konkrete Rückschlüsse, welche Vorgaben zum Heizen zu welchen Ergebnissen führen.
Die Ergebnisse aus dem Projekt temperierte Kirche sind in die neuen Vorgaben für die Weihnachtsfeiertage geflossen. Für diese Heizperiode werden die Kirchen über den Zeitraum vom 24.12. bis zum 04.01. auf 14 Grad Celsius temperiert.
Wie anstrengend die Kälte für die Menschen ist, haben die Kommentare auf den Fragebögen im Rahmen des Projektes „temperierte Kirche“ gezeigt. Die Vorgaben im Heizkonzept sollen helfen, das alle Beteiligte im Rahmen der Liturgie ihre Dienste leichter verrichten können und auch die Planungen für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel besser durchgeführt werden können.
Ebenfalls neu sind die Vorgaben für die Osterfeiertage in Abhängigkeit von der der Außentemperatur. Liegen die Außentemperaturen deutlich über 15 °C verzögert sich der Heizungsbeginn oder endet entsprechend früher. Deshalb gelten die Vorgaben für dieses Energiekonzept ab dieser Heizperiode vom 01.10.2025 bis 30.04.2026.
Außerdem stellen wir Maßnahmen für jede einzelne Kirche vor, die eine individuelle Optimierung der Heizungssituation schrittweise ermöglichen sollen. (siehe Gesamzkonzept).
Wo wollen wir noch hin?
Unser langfristiges Ziel haben wir nicht vergessen: Die Bewahrung der Schöpfung. Bis dahin gibt ein paar kurzfristige neue Ziele:
Küsterschulung
Kurzfristig werden wir uns intensiv mit den Verantwortlichen für die Kirchen austauschen und dafür sensibilisieren, dass die Vorgaben eingehalten werden müssen, damit Effekte sicht- und spürbar sind. Dies erfolgt bereits am 14.10. bei einer Schulung der Küster.
Dauerhafte Teilnehmerzahlen
Ebenso fordern wir für eine dauerhafte permanente Erhebung der Besucherzahlen im Gottesdienst, um die Auslastung messbar und damit die Kostenvoranschläge von alternativen Heizungsmethoden besser erstellt werden können.
Dazu sollen die Küster als zusätzliche Aufgabe die Zählung der Anwesenden (inklusive aller Mitwirkenden) zum Zeitpunkt der Kommunionausteilung notieren. Diese Zettel werden mit den Kollektetaschen an das zentrale Pfarrbüro übermittelt. Das Pfarrbüro sammelt diese Zettel in einer Ablage für die AG Energie. Die Auswertung übernimmt die Arbeitsgruppe.
Energieberater und Klimamonitor
Die Beauftragung für einen Energieberater für einzelne Gebäude ist erfolgt und die Kirche St. Johannes konnte erfolgreich in ein Klimaprojekt des Bistums für ein Jahr aufgenommen werden.
Refinanzierungsmöglichkeiten
Immer wieder kommt die Fragestellung, wie wir mit Spendenangeboten umgehen. Dazu wollen wir aber eine fundierte Lösung gemeinsam mit dem Verwaltungsleiter finden. Eine konkrete Antwort zu der Frage: „Wieviel kostet uns das Heizen auf Grad?“ können wir aufgrund der Datenlage noch nicht zufriedenstellen geben. Wir hoffen mit Abschluss dieser Heizperiode der Antwort näher zu kommen.
Veranstaltungen bündeln
Ein Appell den, wir gerne wiederholen und als Auftrag an die Gemeinden geben. Werden Termine (Bsp. Probe Krippenspiel) und Veranstaltungen (Bsp. Konzert) sinnvoll gebündelt um bestehende Gottesdienste gebündelt, kann die Wärme sinnvoll genutzt werden.
In den nächsten Wochen wird die Homepage noch mit Antworten auf die häufigsten Fragen ergänzt.
Bis dahin gilt weiterhin dauerhaftes Monitoring der Verbrauchswerte, Sammlung von Erfahrungen und das stückweise Entwickeln von dauerhaften Lösungsansätzen für die einzelnen Kirchen. Wir sind eben nicht nur eine „Gas- und Stromzähltrupp“, sondern uns ist der Ort Kirche und der Faktor Mensch gleichsam wichtig.
Wir wissen auch, dass diese Maßnahmen Geld kosten, im Umkehrschluss schädigen aber schwankende Temperaturen oder ein Verzicht auf das Heizen auch die Gebäudestruktur und die Folgekosten zur Sanierung sind deutlich höher anzusetzen.
Die „gefühlten“ Temperaturen im Projekt temperierte Kirche zeigen, dass es etwas mit den Menschen macht. Unsere Erstkommunionkinder vermitteln wir mit kalten Kirchen den Eindruck „Kirche ist kalt und das ist doof“. Und die selten gewordene Spezies der Messdiener entscheidet sich bei kalten Kirchen auch mal eher gegen einen Dienst.
Die Entscheidung die Temperaturen anzuheben, ist also nicht nur eine Investition in den historische Bausubstanz, sondern auch in die Menschen dieser Gemeinde.
Wenn Sie weitere Ideen haben, freuen wir uns gerne auf Ihre Rückmeldung.
Die Arbeitsgrupee Energie
Simone Hacker, Stefan Hecktor, Michaela Kneisel-Siegler, Anja Siegel und Yasemin Stoppel