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Caritasplan verabschiedet

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Aus dem Glauben handeln: Diakonia

Der Runde Tisch Caritas der Pfarrei Sankt Margareta hat im ersten Halbjahr einen Caritasplan für die Pfarrei ausgearbeitet. 
Der Runde Tisch setzt sich zusammen aus dem Caritasausschuss, Vertretern der Ortsausschüsse und des Pfarrgemeinderates (PGR).
Er besteht 2025 aus folgenden Vertretern: Uschi Cromm, Gabi Hingott, Hans-Günther Neidel, Jürgen Leipold, Heinz Krull, Margareta Dietrich, Simone Hacker, Barbara Wieland, Yasemin Stoppel, Pfarrer Martin Sauer, Lars Thießen und Stefan Hecktor.
In der Sitzung am 20.11.2025 hat der PGR den ausgearbeiteten Caritasplan der Pfarrei beschlossen.
Den gesamten Plan können Sie hier nachlesen: 2025-RT_Caritas_-_Caritasplan_Endfassung_PGR.pdf

Aus unserem Glauben an Jesus Christus, der allen, gerade auch den am Rande Stehenden und Ausgeschlossenen immer nahe ist, ergibt sich die Sorge um die ganzheitliche Entwicklung aller Mitglieder der Gesellschaft.

Caritas bedeutet „Nächstenliebe“ oder „Barmherzigkeit“. In der christlichen Tradition steht Caritas für die selbstlose, bedingungslose Liebe zu anderen Menschen, besonders zu denen, die in Not sind. Es ist eine Tugend, die in der Bibel und in vielen religiösen Lehren betont wird, vor allem als Teil des Gebots, den Nächsten wie sich selbst zu lieben.

Der Begriff Caritas wird oft auch als Name für caritative Organisationen verwendet. Die Caritas ist eine der größten Wohltätigkeitsorganisationen in vielen Ländern, insbesondere in der katholischen Kirche. Sie setzt sich weltweit für soziale Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Unterstützung von Bedürftigen und Förderung des Gemeinwohls ein. In Deutschland, dem Bistum Limburg und in der Stadtkirche Frankfurt am Main ist die Caritas ein Verband, der zahlreiche soziale Dienste anbietet.

Durch ihr soziales Engagement, das sich an den sozialräumlichen Gegebenheiten der fünf Stadtteile im Frankfurter Westen orientiert und die Benachteiligten in den Blick nimmt, setzen sich die Mitglieder der Pfarrei Sankt Margareta für die Menschen ein, auch für diejenigen anderer Konfessionen und Religionen.

Die diakonische Pastoral wird nach einem auf Ebene der Pfarrei abgestimmten Konzept wahrgenommen. Eine gute Dialogstruktur stellt sicher, dass Aufgaben auf Pfarreiebene in gleicher Weise berücksichtigt werden wie das Engagement in den einzelnen Gemeinden. Bestehende Projekte der Sozialpastoral und caritative Aufgaben der Gemeinden werden stärker vernetzt.

Für die Umsetzung sind in der Pfarrei Rahmenbedingungen einzuhalten:

  • Die caritative Arbeit ist ein Schwerpunkt des Engagements der Pfarrei Sankt Margareta und ihrer fünf Gemeinden.
  • Für die Koordination der caritativen Arbeit und für die inhaltliche Weiterarbeit an sozial-pastoralen Themen bildet der PGR einen Caritasausschuss. Für größere Projekte wird der „Runde Tisch Caritas“ der Pfarrei Sankt Margareta einberufen.
  • Ein Seelsorger / eine Seelsorgerin aus dem Pastoralteam kann für die Verantwortlichen in der Caritasarbeit als Ansprechpartner /-in in der Tätigkeit als Seelsorger /-in angefragt werden.
  • Die caritativen Aufgaben werden im Caritasausschuss des PGR sowie in den Ortsausschüssen beraten und ausgestaltet. Wenn es Caritasbeauftragte der Ortsgemeinden gibt, sind diese im Caritasausschuss als auch im Ortsausschuss Mitglied.
  • Der Runde Tisch Caritas der Pfarrei Sankt Margareta setzt sich aus dem Caritasausschuss, zusätzlichen Vertretern der Ortsausschüsse und des Pfarrgemeinderates zusammen. Er kann einberufen werden, um bei größeren Projekten oder Belangen die Kräfte zu bündeln und eine breitere Wirksamkeit in der Pfarrei zu erlangen.
  • Für größere Projekte und Aktivitäten können eigene Steuerungsgruppen gebildet werden.
  • Die Kooperation mit dem Verein „Caritas der Gemeinde St. Johannes Ap. e.V.“ und dem Caritasverband Frankfurt e.V. ist integraler Bestandteil der Sozialpastoral
  • Die caritative Arbeit der Pfarrei wird über ein eigene Kostenstelle Caritas oder in Einzelfällen über eine Projektnummer (eingeworbene, projektbezogene Drittmittel) getragen und gesichert.
  • Die Mittelverwendung wird dem Verwaltungsrat durch den Verwaltungsleiter offengelegt. Beim Vorliegen einer Projektnummer kann der Vorsitzende des Caritasausschusses einen Projektauszug anfragen.
  • Die caritative Arbeit richtet sich an alle Menschen im Frankfurter Westen (Gebiet der Pfarrei Sankt Margareta).
  • Eine Vernetzung mit anderen sozialen Diensten und Stellen caritativer Arbeit (z. B. Stadtteilarbeitskreise, Beratungseinrichtungen, Sozialstationen …) ist sinnvoll und notwendig und wird von uns angestrebt
  1. Wo wir leben – Soziale Situation in den fünf Stadtteilen des Frankfurter Westens
  2. Wie wir uns organisieren – Struktur der Caritas-Aktivitäten von Sankt Margareta
  3. Wo wir aktiv sind – Caritative Angebote im Gebiet der Pfarrei Sankt Margareta
  4. Was wir erreichen wollen – Ausblick

Der Runde Tisch Caritas der Pfarrei Sankt Margareta hat sich intensiv mit den sozialpastoralen Entwicklungsmöglichkeiten der Pfarrei mit ihren fünf Gemeinden auseinandergesetzt.

Unsere Planungen beziehen sich auf die Entwicklungen in der nächsten Dekade (2025-2035).

    4.1. Zukünftiger Bedarf

Die bestehenden Angebote in der Pfarrei Sankt Margareta werden durchgängig gut bis sehr gut nachgefragt. Deshalb sollen sie beibehalten und gemäß den äußeren Anforderungen weiterentwickelt werden.

Der Bedarf an den Angeboten der Caritas in der Pfarrei Sankt Margareta wird auch in den nächsten Jahren konstant hoch sein. Dies betrifft vor allem die Tafel, Frühstücksstube, Kleiderladen und die verschiedensten Beratungsangebote. Die wirtschaftliche Situation vieler Menschen, insbesondere Familien und Rentner, wird sich in absehbarer Zeit nicht grundlegend ändern:

  • Die Bevölkerung in den fünf Stadtteilen wird in den nächsten 10 Jahren um 8,67% wachsen: Von 72.929 Bewohnern im Jahr 2025 auf 76.587 Menschen. In diesen Zahlen sind noch nicht die geplanten neuen Baugebiete enthalten. (Quelle Statistik Stadt Frankfurt am Main)
  • Es ist weiterer Zuzug von Migranten zu erwarten. Angebote der Förderung für Kinder und Jugendliche haben bleibend hohe Bedeutung, insbesondere Nachhilfe.
  • Die Stadt hat in mehreren Stadtteilen unserer Pfarrei Wohnungs-Neubauprojekte angedacht, die gerade einkommensschwachen Familien offenstehen sollen.
  • Auch das Thema von Wanderarbeitern, die in Wohngemeinschaften unter prekären Bedingungen leben, wollen wir in den Blick nehmen.
  • Wir wollen aktiv dazu beitragen, einer Gentrifizierung im Frankfurter Westen vorzubeugen.
  • Die Gesellschaft wird insgesamt älter und die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer weiter. Dadurch werden Angebote wie das Hilfenetz noch wichtiger.

Es ist wichtig, die einzelnen Angebote immer wieder zu evaluieren, um unseren eigenen Ansprüchen zu genügen. Dies geschieht regelmäßig im Caritas-Ausschuss der Pfarrei Sankt Margareta.

    4.2. Finanzierung / Trägerschaften

Eine auskömmliche Finanzierung der caritativen Aktivitäten und der Sozialpastoral muss auch in den nächsten Jahren sichergestellt sein.
Im Falle einer Abgabe der Kindertageseinrichtungen von Sankt Margareta sollte der Caritasverband die Trägerschaft übernehmen.

    4.3. Immobilien

Bezahlbarer Wohnraum ist in Frankfurt am Main knapp. Sollte daran gedacht werden, eigene Liegenschaften zu veräußern, sollte im Sinne der Wohnrauminitiative der Stadtkirche Frankfurt vorgegangen werden. Kirche hat hier eine Vorbildfunktion.

Bei den Immobilien, die für die caritative Arbeit genutzt werden und die Anlaufpunkte sind, besteht Handlungsbedarf:

Zum einen kommt es durch den KIS-Prozess (Kirchliche Immobilienstrategie) voraussichtlich zu einer Restrukturierung des vorhandenen Gebäudebestands. Aber auch das Anmieten einer Vielzahl von Gebäuden und Büros durch den Caritasverband ist zu hinterfragen. Ein Nutzungskonzept, das die Aktivitäten in weniger Liegenschaften bündelt, ist wünschenswert. Die dann genutzten Räumlichkeiten sollen modern ausgestattet, barrierefrei zugänglich und energetisch modernisiert sein.

Um die aktuellen Angebote der Caritas in der Pfarrei Sankt Margareta zu gewährleisten, ist folgender Raumbedarf nötig:

Höchst:
Tafel und Frühstücksstube: Küche, Kühlung, Lager, Verteilungsraum, Stube
Sitzungs- bzw. Veranstaltungsraum (Förderung von Kinder- und Jugendlichen)
Büro für Front Office (Beratung und Hilfenetz)
Büro für Back Office

Unterliederbach:
Kleiderladen, Möbelverkauf, Lager
Sitzungs- bzw. Veranstaltungsraum (Förderung von Kinder- und Jugendlichen)
Büro für Front Office (Beratung und Hilfenetz)
Büro für Back Office

Sossenheim:
Büro für Front Office (Beratung und Hilfenetz)

Zeilsheim:
Büro für Front Office (Hilfenetz)
Stellplatz für Wohnwagen

Sindlingen:
Büro für Front Office (Hilfenetz)
Stellplatz für Wohnwagen

In Höchst und Unterliederbach ist großer Handlungsbedarf. Zum einen ist das Gemeindehaus in Höchst und das Gebäude in der Melchiorstraße im KIS-Prozess in die Kategorie „D“ eingestuft, was bedeutet, dass das Gebäude verkauft werden soll. Wo sollen die Angebote unterkommen?

Zum anderen sucht der Caritasverband für den Kleiderladen und den Werkhof eine geeignete Nachfolgeimmobilie in Unterliederbach. Das Angebot soll durch Kleinmöbel vergrößert werden und das Lager mit dem Verkauf verbunden werden.

     4.4. Manpower: Ehrenamt / Hauptamt / Multiprofessionelle Stelle

Die Angebote sind nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu realisieren. Neben der finanziellen Absicherung ist eine gute Begleitung der vorhandenen Ehrenamtlichen sowie die beständige Akquirierung neuer Ehrenamtlicher essentiell für die Sicherstellung der Zukunftsaufgaben. Dafür ist die vorhandene multiprofessionelle Stelle dringend zu besetzen.

     4.5. Öffentlichkeitsarbeit

Gutes tun und auch davon reden – Die Öffentlichkeitsarbeit sollte in zwei Richtungen erfolgen:

  • Den Pfarreimitgliedern und allen interessierten Bürgern ist über die Öffentlichkeitsarbeit zu zeigen, was wir tun. Nur so können wir ideelle und finanzielle Unterstützung erhalten und für ehrenamtliches Engagement werben. Der Caritassonntag in der Pfarrei und auch der Caritaspfad in Unterliederbach sind gute Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit.
  • Die Angebote müssen den Menschen, die die Zielgruppe darstellen, bekannt sein. Dafür müssen wir die Homepage, die Flyer und Plakate aber auch Veröffentlichungen in den Verteilzeitungen regelmäßig in den Blick nehmen.

Der Dienst der Caritas gehört wie der Gottesdienst und die Verkündigung zum Lebensvollzug unserer Pfarrei. Das caritative Engagement folgt dem Ziel, Menschen in ihrer Würde zu schützen, das solidarische Zusammenleben in unseren Stadtteilen zu fördern.

Caritasplan: 2025-RT_Caritas_-_Caritasplan_Endfassung_13052025-PGR-Beschluss_20112025.pdf

Für den Runden Tisch Caritas der Pfarrei Snkt Margareta: Stefan Hecktor

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