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Erstmals das Abendmahl gemeinsam gefeiert

In Zeilsheim haben erstmals die evangelischen und katholischen Christen das Abendmahl gemeinsam gefeiert.

Am Sonntag, 8. März 2026, fand unter dem Motto „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ ein ökumenischer Gottesdienst in unserer evangelischen Kirche im Frankenthaler Weg statt. Bei diesem Gottesdienst wurde nicht nur die Gestaltung und Predigt in gemeinsamer Verantwortung durch Repräsentanten von katholischer und evangelischer Kirche wahrgenommen, sondern – und das ist ein Novum – ein evangelisches Abendmahl mit Brot und Wein „ökumenisch sensibel“ für alle getauften Christen gefeiert.

Begrüßt wurden die Gottesdienstbesucher von Pastoralreferent Michael Ickstadt von der katholischen Gemeinde und Pfarrer im Ruhestand Ulrich Matthei, der auch durch die Einleitung führte und mit den Gläubigen das Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa-Konstantinopel betete.

Die Predigt hielt uns Patoralreferent Michael Ickstadt zu 1. Korinther 3, 9–17. Er betonte ein seiner Einleitung, dass Ökumene nicht die Aufgabe jeweiliger Traditionen und Eigenheiten bedeutet, sondern die Erkenntnis, dass wir einen Herrn und Erlöser – Jesus Christus – haben, und als seine Mitarbeiter auf Erden seine frohe Botschaft verkünden – als Christen sind wir erlöst und haben die Gewissheit, nach unserem irdischen Leben bei Gottvater im Paradies zu sein. Dieser Glaube wirkt befreiend von dem Zwang, „alles im Diesseits erreichen zu müssen.“ Leider nimmt die Akzeptanz der frohen Botschaft in unserem Land immer mehr ab, was uns Christen vor die Frage stellt, wie wir unseren Glauben wieder gesellschaftlich präsenter machen: Dies kann durch unser persönliches Zeugnis, Einladung von Fernstehenden zu Gottesdiensten oder die Beteiligung der Gemeinden an Projekten im jeweiligen Stadtteil geschehen. Hier können die christlichen Kirchen gemeinsam mehr bewirken.

Nach der Predigt und der evangelischen Abendmahlsliturgie feierten Michael Ickstadt und Ulrich Matthei gemeinsam das Abendmahl mit Brot und Wein in zwei großen Runden um den Altar. Für uns als „gemischtkonfessionelles Paar“, die wir beide bewusst Mitglieder unserer Kirchen sind und gleichzeitig große Wertschätzung und Respekt für die Glaubenstraditionen des Gegenübers empfinden, war es ein sehr schönes Erlebnis, das Sakrament der Versöhnung gemeinsam aus der Hand eines katholischen und evangelischen Geistlichen zu empfangen und uns danach das „Friede sei mit Dir“ zuzusprechen. Dem Wunsch, den Pfarrer Matthei am Ende des Gottesdienstes äußerte, diese gemeinsamen Feiern am Tisch des Herrn doch öfters stattfinden zu lassen, können wir uns nur anschließen.

(Text: Ehepaar Rosario Manuela und Ingo Richter / Bilder: Daniel Zimon)

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