Visionen für eine gute Zukunft
Visionen für eine gute Zukunft, um nah bei den Menschen zu sein.
Gemeinde St. Johannes Apostel in der Pfarrei Sankt Margareta
Einführung
Die Visionen für St. Johannes Apostel wurden im März 2026 bei einem offenen Gesprächsabend überarbeitet und vom Ortsausschuss der Gemeinde St. Johannes Apostel in der Pfarrei Sankt Margareta am 23.4.2026 beschlossen.
Nachfolgend unsere Überlegungen für die Zukunft. Wir definieren zuerst unsere Grundüberzeugungen in St. Johannes Apostel. Danach richtet sich unser Angebot und unser Tun. Als ‚Werkstattgemeinde‘ stellen wir uns als Personen und mit unseren Räumlichkeiten zur Verfügung, denn wir sind offen für Alles – neu oder alt, konservativ oder progressiv. Unsere pastorale Arbeit in der Zukunft definieren wir in diesem Papier. Daraus ergeben sich bauliche Veränderungen und die Notwendigkeit hauptamtlicher Begleitung.
All unsere Visionen werden nur funktionieren, wenn die Gemeindemitglieder sich ehrenamtlich engagieren, wir trotz allem eine finanziell nötige Ausstattung haben und es ein gutes Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Pfarrei gibt.
Was wir in St. Johannes Apostel wollen
- Gottes Wort verkünden, leben und Gottesdienst feiern
- Jesus nachfolgen in einer weltoffenen, modernen katholischen Gemeinde
- Den Menschen im Mittelpunkt sehen und begegnen - egal welche Lebenssituation, Religion oder Hautfarbe, mit Toleranz, Solidarität und Offenheit.
- Unsere christliche Überzeugung in der Gesellschaft vertreten.
- Einen wertschätzenden Umgang miteinander, solidarisch, mit Weitsicht, auch über den eigenen Kirchturm hinausdenkend.
Was uns in St. Johannes Apostel ausmacht:
- Offenes Kirchengebäude an zentraler Stelle mitten im Stadtteil, das tagsüber von vielen Menschen aufgesucht wird. Darin ein offenes frei zugängliches Klavier, welches oft genutzt wird.
- Nähe zum Varisano - Klinikum Frankfurt - Höchst
- Internationale katholische Gemeinde in deutscher Sprache
- Abwechslungsreiche Gottesdienste: Eucharistiefeiern, Abendlob, Wortgottesfeiern, Familiengottesdienste, Kinderwortgottesdienste, Impulse, Bußgottesdienste,
Rorate Messen, etc. - Kroatischer muttersprachlicher Gottesdienst
- Gottesdienst im syro-malabarischen Ritus in der Sprache Malayalam (1x pro Monat)
- Vielfältige musikalische Angebote in der Kirche, Konzerte, Musik in der Fasten- und Adventszeit, u.a. mit der Klais-Orgel,
- Gute Kontakte zur Kita St. Johannes Apostel
- Ökumenische Kontakte zur ev. Kirchengemeinde und gemeinsame Aktionen und Gottesdienste
- Pastorale Angebote von 0-99: Familien, Kinder, Jugend und Senioren
- Caritas der Gemeinde mit enger Verknüpfung in den Stadtteil
- Gemeindepartnerschaft mit St. Joseph/Djottin, Bistum Kumbo / Kamerun
- Gemeinschaft erleben: Johannesstübchen, Skat, Fassenacht, Mittwochskaffee, Gemeindeausflug, Familien-Kinder-Jugend Zeltlager, Eine-Welt-Gruppe, Ufus, Pfadfinder, Messdiener, Umtrunk nach besonderen Gottesdiensten…
- Feier der Sakramente vor Ort
- Engagierte in synodalen Gremien und kirchlichen Gruppierungen auf allen Ebenen: auf Ortsebene (OA), Pfarreiebene (PGR, VR und Ausschüsse), Region/ Stadtkirchenebene (Stadtversammlung), Bistumsebene (Diözesanversammlung, Diözesanbildungswerk, Kamerun Bistums-AG), Bundesebene (ZdK, Synodaler Weg)
- Netzwerkarbeit im Stadtteil Unterliederbach und darüber hinaus: in Schulen, in Vereinen, im Vereinsring
- Unsere Beständigkeit als Christen
Was wir sind und was wir wollen:
- Wir sind Türöffner für erlebten Glauben
- Wir sehen uns als Werkstattgemeinde, um Menschen zu ermöglichen, Aktionen und Dinge bei und mit uns umzusetzen. Wir möchten ihre Bedürfnisse erspüren, gemeinsam mit ihnen handeln und Visionen und Sehnsüchte verwirklichen, um Lebendigkeit und Vielfalt in das Leben zu bringen. Wir wollen Menschen berühren mit der Frage: was hat Gott mit mir zu tun?
- Wir sind auch stark in der Liturgie.
- Wir wollen weiter „Kirche in die Mitte bringen“, also Kirche immer neu lebendig machen. Wir wollen das erreichen mit Angeboten in allen Bereichen. Um Erlebnisse zu schaffen, und Begegnungen, Gespräche zu suchen, wollen wir aktiv einladen, unkompliziert, immer wieder mit neuen Ideen.
- Es gibt bei uns viele Menschen mit Migrationshintergrund im Gottesdienst. Es soll weiter gelingen, diese anzusprechen und mitzunehmen in der Gemeinde/ Pfarreiarbeit.
- Für gewisse Altersgruppen ist die Kirche als Gebäude ein wichtiger Punkt im Leben, vielfach von 0 -12 Jahren und ab 55+.
- Unsere Ortsgemeinde will den Kern des Glaubens bewahren, vor Ort Raum schaffen für Begegnungen mit Gott, ansprechbar sein für alle Menschen, damit auch alle davon profitieren können – egal ob Gemeindemitglied oder nicht.
- Wir sind nicht einseitig, sondern vielfältig.
Was schwebt uns als pastorale Arbeit in Zukunft vor?
- Wie ausgeführt verstehen wir uns als Türöffner und Werkstattgemeinde. Eine Kultur der offenen Tür ist die Basis.
- Die Kirche als sakraler Ort und geistige Mitte
- Der Kleiderladen, die Allgemeine Lebensberatung und das Hilfenetz als sozialer Ort
- Ein Stadtteilbegegnungszentrum als Ort für alle Menschen
Für wen wollen wir Angebote in der Zukunft machen?
Auch in Zukunft wollen wir für alle Menschen guten Willens Angebote machen. Schwerpunkte liegen dabei in vielfältigen Gottesdienstformen, um den Glauben zu leben oder neu kennenzulernen, kreativen Angeboten für Familien und für benachteiligte Menschen.
Wie stellen wir uns das Gemeindeleben im Jahr 2033 vor?
- Bunt, vielfältig, offen, aktiv.
- Heute legen wir den Grundstein für das Gemeindeleben 2033.
- Es gibt keine Gründe verzagt zu sein. Wir haben eine Botschaft und die gilt es immer wieder neu zu vermitteln und lebendig und leidenschaftlich zu transportieren.
Die bauliche Situation der Ortsgemeinde im Stadtteil
Wenn wir uns als Türöffner verstehen, dann müssen wir an zentraler Stelle sichtbar und ansprechbar sein. Wir wollen attraktiv für den Stadtteil werden, damit die Menschen zu uns kommen und neugierig sind auf uns und unsere Aktivitäten. Wir wollen allen eine Chance geben, um mit Gott in Begegnung zu kommen. Geografisch sind wir zwischen Gotenstraße und Königsteiner Straße und somit im Stadtteil an den zentralen Einkaufsmöglichkeiten und im Zentrum Unterliederbachs. Aber:
- Die Kirche mit dem Kirchhof liegt wenige Schritte an der Königsteiner Straße und das Areal bietet noch Möglichkeiten der Umgestaltung. Die Toiletten im Alten Pfarrhaus sind nur über Treppen zu erreichen. Der Beton im Bereich des Kirchendachs muss saniert werden. Eine energetische Erneuerung (Isolierung, Heizung und Photovoltaik) ist in Planung.
- Die Krypta der Kirche (Eingang Sieringstraße 1, nicht barrierefrei) wird für kleinere Gottesdienste und vom Chor genutzt.
- Unser einziger großer Saal ist im 1. Stock des Gemeindehauses. Er ist marode, nicht barrierefrei, ungünstig zu erreichen, da durch die Hauptverkehrsstraße getrennt und beherbergt noch die KITA der Gemeinde. Im Gemeindehaus befindet sich der Jugendkeller, den die Jugendlichen in unregelmäßigen Abständen eigenständig renoviert haben. Das Gemeindehaus wurde ab Dezember 2023 aus bautechnischen Gründen geschlossen und wird auch nicht mehr geöffnet.
- Die Kita im Haus bleibt unter erschwerten Bedingungen geöffnet und soll umgebaut werden.
- Das Zentrale Pfarrbüro liegt hinter der Kirche (Sieringstraße 1, ehem. Pfarrhaus von St. Johannes). Der Besprechungsraum im 1. Stock kann eingeschränkt von der Gemeinde genutzt werden.
- Es gibt einen Pfarrgarten, der mit der Kita zusammen als Garten der Generationen entwickelt und seit dem Frühjahr 2026 genutzt wird. Der Zugang ist durch das zentrale Pfarrbüro oder durch die Garage möglich. Es gibt auch einen provisorischen Eingang an der Gotenstraße (Mauerdurchbruch).
- Die Begegnungsstätte „Altes Pfarrhaus“ liegt zwar direkt neben der Kirche, hat aber nur einen Raum mit offener Küche (maximal 30 Personen – sehr eng).
„Man muss ein schönes Haus haben, damit man jemanden einladen kann.“
Dafür bräuchten wir ein Begegnungszentrum für und in Unterliederbach, um ein Versammlungsort für den Stadtteil zu werden.
Die erarbeitete Variante von 2023 fand im KIS-Ausschuss keine Mehrheit und wurde nicht aufgenommen. Wir brauchen dennoch für die Gemeindearbeit adäquate Räume. Deshalb bleiben für uns nachfolgende Varianten, die geprüft werden sollten:
- Umbau der Kirche im hinteren Bereich, obwohl die Kirche sehr gut genutzt wird, oft auch alle Sitzplätze benötigt werden.
- Anbau an die Kirche, dabei aber die Fluchtwege beachten.
- Erweiterung des Alten Pfarrhauses in der Königsteiner Str. 96.
- Erweiterung, Umbau oder Aufstocken des Zentralen Pfarrbüros in der Sieringstraße 1, hinter der Kirche
Was ist das Minimum?
- Ein sakraler Raum/Kirche
- 1 barrierefreier Versammlungsort für 60 -100 Personen mit Küche und WCs
- 1 Proberaum mit musikalischer Ausstattung
- 3 multifunktionale Räume (Jugend/Kinder/Senioren)
- 100 qm Lagerraum mit Kühlmöglichkeit
- Außenbereich für Feste / Garten
- Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Autos
- Spielplatz
Was wir an hauptamtlicher Begleitung vor Ort brauchen:
Personelle, sinnvolle Ausstattung mit ausreichendem Stundenumfang vor Ort
- Priester
- Ansprechperson als Seelsorger*in vor Ort
- Gemeindesekretär*in
- Organist*in
- Küster*in
- Hausmeister*in
- Chorleiter*in
- Hauptamtliche der Pfarrei: Verwaltungsleiter*in + Kita-Koordinator*in + Pfarrsekretär*in für besondere Aufgaben, z.B. Organisation + Kommunikation
Was wir an Organisationsstrukturen und Unterstützung vor Ort brauchen:
- Zuwendung durch Seelsorger*in vor Ort in besonderen Situationen
- Ehrenamtliche ‚Schlüsselgewalt‘
- Kompetenzsicherung, ‚Verantwortung‘ und ‚Partizipation‘
- Gute (mediale) Infrastruktur für Arbeit in Gremien und neue Projekte
- Eine aktive, qualifizierte Begleitung bei einzelnen Gruppen und Personen
- Eine klare Kommunikationsstruktur mit dem Pastoralteam, Verwaltungsteam und den synodalen Gremien (PGR, VR, Ausschüsse, Arbeitskreise) und allen Gruppen untereinander
- Kompetente und solidarische synodale Gremien: PGR mit Ausschüssen, Verwaltungsrat
- Engagierter Ortsausschuss, um „Vor-Ort-Entscheidungen“ gut zu treffen
- Projektgruppe Johannes KÖ 96, um mit vielen Engagierten das Leben und den Glauben in St. Johannes Apostel zu fördern
Dieser Impuls wurde erstmals am 20.2.2016 vom Pfarrgemeinderat St. Johannes Apostel im Kloster Tiefenthal erarbeitet und in der Sitzung des Pfarrgemeinderates am 14.4.2016 beschlossen.
Eine Überarbeitung erfolgte durch den Ortsauschuss der Gemeinde St. Johannes Apostel in der Pfarrei Sankt Margareta am 6.9.2022 in der Kirche im Grünen.
Die erneute Überarbeitung erfolgte im Januar 2023 im Rahmen der Entwicklung von Visionen für den KIS-Ausschuss, beschlossen durch den Ortsausschuss St. Johannes Apostel am 23.2.2023.
Die Vorstellung in der Gemeinde St. Johannes Apostel erfolgte am 19.3.2023, anschließend wurde der Bericht an den KIS-Ausschuss und den Pfarrgemeinderat übergeben.
Die überarbeitete Vision wurde vom neu konstituierten Ortsausschuss der Gemeinde St. Johannes Apostel am 5. Februar 2024 verabschiedet.
Die Version 2026 wurde im März 2026 bei einem offenen Gesprächsabend überarbeitet und vom Ortsausschuss der Gemeinde St. Johannes Apostel am 23.4.2026 beschlossen.
Für den Ortsausschuss der Gemeinde St. Johannes Apostel in der Pfarrei Sankt Margareta: Simone Hacker und Stefan Hecktor

