Sankt Margareta Frankfurt

ausBlick Dez. 2019 - Grußwort

Liebe Schwestern und Brüder in Sankt Margareta,

ob Sie es schon ahnen oder es Sie überrascht? Ich bin kein Weihnachts- sondern mehr ein Adventstyp!

 Christian Enke 100x100 Foto Studio HoffmannEs gibt nämlich einiges, was mich in Bezug auf Weihnachten traurig macht, und noch mehr: Es gibt eins, das ich an der Adventszeit liebe – und zwar die Sehnsucht, die sich in den biblischen Texten und Liedern ausdrückt; oft mit eindrucksstarken Bilden und Melodien. Es gibt eine Sehnsucht im Menschen, der sich nach Gott ausstreckt und noch was von ihm und dem Leben erwartet; ein Mensch, der nicht satt ist, sondern der hungert nach einem Mehr. Auch wenn einige wohl die Augen verdrehen: Ich halte die schwedische Jugendliche Greta Thunberg für eine adventliche Prophetin, die die Not der Schöpfung und die Sehnsucht nach Heilung herausschreit.

Die Gehörlosen in Deutschland gebärden das Wort „Advent“ üblicherweise wie das Entzünden der Adventskranzkerzen. Wir haben in Frankfurt ökumenisch eine eigene und schöne Gebärde für „Advent“ entwickelt, die zusammengesetzt ist aus den Worten: „Gott kommt - ich warte“. Darum geht’s mir: Aktiv den zu erwarten, der mir zuruft, mich aufzurichten und mein Haupt zu erheben, denn durch sein Kommen in mein Leben und in unsere Welt naht Erlösung.

Und schließlich ist auf dem Titelbild mein Adventskranz zu sehen, den mir letztes Jahr eine liebe Freundin gemacht hatte, mit der ersten entzündeten Kerze und dem Startschuss „Los!“ - ich möchte in diesen Wochen vor Weihnachten auf die Suche gehen und der Sehnsucht Raum geben! Und möglichst aktiv warten auf das, was kommen wird / auf den, der bei mir ankommen will!

Für diese besondere Zeit und für die daran anschließende Weihnachtsfreude wünsche ich uns allen - auch im Namen des Pastoralteams - Gottes reichen Segen!

Ihr/Euer Kooperator
Christian Enke, Pfarrer

Und mal ein P.S.: Der gerade neu gewählte Pfarrgemeinderat spürt auch diesen Startschuss „Los!“ – auf dass mit dem neuen Jahr auch die Sehnsüchte der Menschen in unseren Stadtteilen aufgespürt werden und wir helfen, dass Gott bei ihnen ankommen kann.

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