Sankt Margareta Frankfurt

Blick nach vorn, 2022 ist da

Was passiert in Sankt Margareta im Jahr 2022? Auf diese Frage geben der Vorsitzender des Pfarrgemeinderates (PGR) Stefan Abel, Pfarrer Martin Sauer und Verwaltungsleiter Ulrich Hock ganz unterschiedliche Antworten – jeweils aus der Sicht von Ehrenamtlichen, der pastoralen Leitung und der administrativen Verantwortlichkeit.

Symbolbild Jahreszahl 2022 auf einer Laufbahn mit diesigem Horizont. Referenz: year ge21425c49 1920

Bevor der Ausblick auf 2022 kommt, bietet ein Thema aus dem vergangenen Jahr noch großen Redebedarf im Pfarrgemeinderat (PGR) in den nächsten Monaten. Im Dezember kam es aus Verfahrensgründen zu einer Umstellung der Bankkonten in der Pfarrei. Dabei wurden einzelne Bankkonten in ein gemeinsames Pfarreikonto überführt. Sachliche Gründe der Umstellung sind in vielen Gesprächen und Ausführungen bereits geklärt. Jedoch hat dies zu viel Unsicherheit, Fragen und auch Unbehagen geführt. In den nächsten Monaten sollen die Umstände dazu durch den PGR untersucht werden. Des Weiteren kam im Dezember die Umstellung der Gottesdienste auf das 3G-Model zu Trage, glücklicherweise gab es keine zusätzliche Verringerung der Gottesdienstanzahl, sodass die Weihnachtsgottesdienste und der Jahreswechsel mit den geplanten Terminen gefeiert werden konnten. 

Weiter hofft Stefan Abel in diesem Jahr auf eine weitgehende Normalisierung der Gesamtsituation, sodass das Pfarrei- und Gemeindeleben wieder ohne Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie stattfinden kann. Darunter fallen beispielsweise die reduzierten Besucheranzahlen in Gottesdiensten, die Einschränkungen bei Chorproben, die Hygienekonzepte in Freizeiten, die 2G+/2G/3G Regelungen für verschiedene Termine und Veranstaltungen, und andere. Aus Sicht des PGR Vorsitzenden  ist ein wertschätzender Umgang auf Augenhöhe zwischen Ehren- und Hauptamtlichen wünschenswert. Dabei steht im Mittelpunkt ein Verständnis füreinander zu entwickeln, um die fünf Gemeinden als eine Pfarrei in einem christlichen Miteinander mit der Frohen Botschaft als Grundlage des Handelns zu führen. 

Nach Pfarrer Sauer wird auf pastoraler Ebene in diesem Jahr ebenfalls eine rege Diskussion erwartbar sein. Es geht um die Frage der pastoralen Ausrichtung der Pfarrei. Damit einhergehend ist auch ein Konzept zur Nutzung der Pfarrinfrastrukturen angedacht. Dieses wird im Rahmen der Kirchlichen Immonbilienstrategie (KIS) intensiv zu erörtern sein. Pfarrer Sauer möchte, dass sich unsere Pfarrei dieser Mammutaufgabe nicht ohne professionelle Hilfe stellt. Er denkt dabei an ein gezieltes Projektmanagement, dass die Zeit findet mit Beteiligten ins Gespräch zu kommen, Fristen im Blick behält, einen guten Einstieg in die komplexe Thematik für alle findet, überhaupt einen konkreten Plan erstellt und Zwischenschritte kommunizieren kann. Rundum ein professionelles Projektmanagement. Weitere Verwaltungsthemen werden aus verschiedenen Gründen nicht öffentlich diskutiert. Herr Hock (Verwaltungsleiter) wünscht sich für das beginnende Jahr, dass wir unsere Pfarrei als eine gemeinsame Kirchengemeinde verstehen, wollen und leben. 

Für Pfarrer Sauer ist das Jahr 2022 am hoffentlich baldigen Ende der Pandemie ein Richtungszeig auf die sich fundamental ändernde Kirchenstruktur. Bereits in großen Zahlen lässt sich ableiten, dass die katholische Kirche in Deutschland keine allgemeine Versorgungskirche mehr sein kann. Vielmehr entwickelt sie sich zur Dienstleistungskirche. Wie können wir als Pfarrei uns in diesem Spannungsfeld bewegen? Wie ermöglichen wir innerhalb großer Strukturen dynamische und ehrliche Teilhabe von interessierten Menschen? Worauf lohnt es sich zu fokussieren, in einer Zeit, in der langfristige Bindung an eine Struktur weniger wird und die Pandemie starke Fliehkräfte an Teilnehmern und Mitwirkenden ausübt? 

Es sind sicherlich nicht alle Gruppen, Gremien, Kreise, Freizeiten oder ehrenamtlich Engagierte gefragt und genannt worden. Selbstverständlich ergeben sich somit noch zahlreiche weitere Themen, die im laufenden Jahr und auch drüber hinaus vor Entscheidungen stehen. Bei Anregungen, Ideen oder Fragen, bei Hoffnungen, Wünsche oder Herausforderungen: Scheuen Sie sich nicht, rufen Sie an, schreiben Sie eine Nachricht, kommen Sie ins Gespräch. Egal ob Ehren- oder Hauptamt, aktiv oder Teilnehmer, Besucher oder Veranstalter, die Tür 2022 steht offen, wagen wir es gemeinsam durchschreiten!

Nachgefragt und zusammengefasst von Daniel Andrés, Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss

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