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Gemeinsame Feier der Karwoche in Sindlingen und Zeilsheim

Seit annähernd zehn Jahren feiern Mitglieder der beiden Gemeinden St. Bartholomäus und St. Dionysius – St. Kilian die Karwoche ab dem Abend des Palmsonntag bis zum Morgen des Karfreitag gemeinsam mit einer Meditationsreihe in der einen Gemeinde und der Feier des Abendmahlgottesdienstes an Gründonnerstag in der anderen Gemeinde. Absprachegemäß wechseln dabei jährlich die Orte.

 

Meditationen in der Karwoche

In diesem Jahr stand die Mediationsreihe in St. Dionysius unter dem Thema „Frieden ist …“. An den Abenden an Palmsonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch standen nacheinander die Synonyme Versöhnung, Solidarität, Geschenk und Freude im Mittelpunkt, am Morgen des Karfreitag das Synonym Ruhe.

Jede Meditation begann mit dem Lied „Dona Nobis Pacem“ gesungen von den Philippine Madrigal Singers und endete mit dem Gebet „Herr mach mich zum Werkzeug deines Friedens“. Die Texte zu den einzelnen Meditationen sowie die Musik zu den gestalterischen Einheiten wurden von den jeweils für das Thema Verantwortlichen ausgesucht bzw. erarbeitet.

Bei den gestalterischen Einheiten bestand so beim Synonym „Versöhnung“ die Möglichkeit eine Friedenskerze zu gestalten.
Die Inspiration zur Gestaltungseinheit “Solidarität“ kam durch die traditionelle japanische Methode, gesprungene Keramik zu reparieren und so wieder „neu“ zu machen, Kintsugi genannt.  Alle waren aufgefordert kleine Blumentöpfchen mit Lackstiften entsprechend zu bemalen und mit Kressesamen zu bepflanzen, als Zeichen dafür, wie „neues“ Leben entstehen kann.
Beim Synonym „Geschenk“ bekamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Ü-Ei geschenkt.
Zur Gestaltungseinheit „Freude“ erfolgte die Einladung, kleine Osteranhänger aus Holz zu bemalen und diese zu verschenken, als Zeichen, dass an liebe Menschen, die nicht bei uns sein konnten, gedacht wird und, um ihnen somit eine Freude zu bereiten.
Am Karfreitag Morgen zum Synonym „Ruhe“ konnten dann alle ganz bei sich sein und ein Friedensmandala ausmalen.

Die unterschiedlichen Blickwinkel auf das Thema Frieden, was dazu gehört, Frieden zu erhalten und Frieden zu gestalten, wie wir Frieden erleben und was Frieden für uns bedeutet, was wir im Kleinen zu einem friedlichen Miteinander beitragen können, all diese Gedanken in Verbindung mit dem Leidensweg Christi, waren sehr berührend.

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Abendmahlsfeier an Gründonnerstag

Nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr, als die Feier des Abendmahls an Gründonnerstag erstmals als Tischgottesdienst zelebriert wurde, fiel die Entscheidung, diese Form auch in diesem Jahr beizubehalten.

Im Chorraum von St. Bartholomäus, rund um den Altar, wurden Tische und Bänke aufgestellt. Die weißen Tischdecken, die auf den Tischen und den Buchablagen, der im Chorraum vorhandenen Bankreihen aufgelegt wurden, der Blumenschmuck und die bereitgestellten Weingläser vermittelten den Eindruck einer festlich gedeckten Tafel. Vor dem Altar wurde der Tisch für die Gaben – Karaffen mit Wein und Saft, Kelch und Schalen mit Hostien sowie Karaffen mit Wasser – bereitgestellt.

Zum Beginn des Gottesdienstes hatten die Besucher wie üblich in den Bankreihen des Kirchenschiffs Platz genommen. Mit dem großen Einzug von Pfr. i.R. Wolfgang Steinmetz, Pastoralreferent Michael Ickstadt und den Messdienern begann dann der festliche Gottesdienst.

Zur Gabenbereitung folgten alle Besucherinnen und Besucher der Aufforderung sich an der gedeckten Tafel im Chorraum zu versammeln. So saß auch die Schola – Mitglieder des Kirchenchores Cäcilia – die den Gesang nach dem Verstummen der Orgel unterstützte, mitten unter den Gläubigen. Das Abendmahl in dieser Form zu feiern, alle um den Tisch des Herrn versammelt, der Priester bei der Wandlung zwischen den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern sitzend, ist ein unbeschreiblich intensives Erleben. Dazu gehört auch das gemeinsame Kommunizieren, nachdem die Hostienschalen einander gereicht und die Hostien entnommen wurden, ebenso wie das gemeinsame Trinken des von den Kommunionhelferinnen und -helfern ausgeschenkten Weines bzw. Saftes, verwandelt in Christi Blut. Auch, dass zum Schluss von den Kommunionhelferinnen und -helfern noch das Wasser zum Purifizieren der Weingläser verteilt wurde, schaffte ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit, auch wenn dann jede und jeder für sich trank.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Pfr. i.R. Wolfgang Steinmetz und Pastoralreferent Michael Ickstadt, die dieser Gottesdienstform im Vorfeld zugestimmt hatten und so erst die Vorbereitung ermöglichten. Auch sie waren nach der Abendmahlfeier von der Intensität begeistert.

Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang auch die Predigt von Pfr. i.R. Wolfgang Steinmetz, die viele berührt hatte und die ihm, im Anschluss an den Gottesdienst, für seine Worte dankten.

Nach dieser ergreifenden Feier von Gründonnerstag äußerten fast alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher den Wunsch, diese Form des Tischgottesdienstes auch zukünftig an Gründonnerstag beizubehalten.

Eva von Janta Lipinski

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