Sternsinger-Aktion

Vor 61 Jahren gab es die ersten Sternsinger in den deutschen Bistümern.

Beim Nachdenken merke ich, das ich zusammen mit Michel Metzler, heute Monsignore und Pfarrer im Ruhestand, und einigen anderen, Sternsinger in Unterliederbach war.
Wir gingen mit Pfarrer Gotthard von Haus zu Haus und ich erinnere mich an kalte Füße und an eiskalte Hände wegen dem damals üblichen Schnee und Eis.
Wir spielten, so erinnere ich mich, fast ein kleines Krippenspiel, bei dem ich immer noch nicht die Muttergottes sein durfte!
Mein Text ging so:
Schwarz bin ich das weiß ich Balthasar so heiß ich meine Kindsmagd wusch mich sauber nicht drum ist so schwarz mein Angesicht.
Keiner hat sich was dabei gedacht, heute undenkbar und schwarz wurde ich mit Schuhcreme zum Ärger meiner Mutter und meiner Haut.
Geschenke bekamen wir keine - höchsten einen Apfel oder eine Apfelsine.
Immer schrieb der Pfarrer mit Kreide an die Tür und verwahrte auch das Geld.

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Dann schlief die Tradition ein.
Erst als Frau Mennen-Rosche als Pastoralreferentin nach St. Johannes kam, hatte sie die Idee eine Sternsinger-Aktion neu zu starten. Pfarrer Meuer war begeistert und so entwickelten wir ein Konzept.
Ich hatte Nachtdienst in der Frauenklinik und die Frau des damaligen ‚Bürgermeisters von Höchst, Herr Butz, bekam ihr erstes Kind und der Mann besuchte sie immer spät am Abend. So kamen wir ins Gespräch und er fand die Idee, dass die Sternsinger in den Bolongaropalast kommen grandios. Er unterbrach immer seinen Urlaub. Wir mussten Kekse und Getränke mitbringen, da es keine Bedienung gab. Wir brachten ihm auch immer das Friedens-Licht aus Bethlehems mit, das leider zum Entsetzen von Pfarrer Meuer vor der Tür ausging. Aber wir hatten Streichhölzer dabei und so konnte der Frieden kommen.

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Der Aussendungsgottesdienst war eine Erweiterung, weil Pfarrer Meuer Dekan war und so für die Sternsinger im Dekanat Höchst geworben hatte.
Als aktive Krankenschwester in der Frauenklinik, organisierte ich, dass die Sternsinger ins Klinikum kommen konnten. Spannend fanden die Kinder, wenn wir im Geburtenbuch nachschauten, ob sie eingetragen sind.
2002 war Ephriam Bam aus unserer Partnergemeinde Djotin im Bistum Kumbo / Kamerun als Sternsinger mit unterwegs. Es hat ihm so eine Freude gemacht, dass er wieder zu Hause, diese Tradition des Sternsingens auch einführte. Der Generalvikar von Kumbo, Father Roland, gab den Sternsingern den Auftrag.

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Nach vielen Jahren übernahm Frau Thiel die Aktion, dann die Geschwister Weißert und jetzt gibt es jüngere Nachfolger, die sich um Idee und segensreiche Aktion kümmern. Neben vielen Gruppenleitern sind die Verantwortlichen in Jahr 2019 Ursel Meurer, Simone Hacker und Stefan Hecktor. Zum ersten Mal kamen wir zu einem Sammelergebnis über 4.500 Euro.
Inzwischen ist die Sternsinger-Aktion zu einer solchen großen Sache geworden, die die Ehrenamtlichen, wenn sie alles Infoveranstaltungen nutzen an die Grenzen der Belastbarkeit kommen:
- z.B. Info Veranstaltung im Bistum im Herbst
- Info Veranstaltung in den Gemeinden mit Film und Texten
- Bestellung aller Materialien
- Bereitstellen der Gewänder Kronen und Sterne
- Listen zum Eintragen für Besuche in der Gemeinde auslegen
- einfach klingeln geht nicht mehr!
- Offizieller Besuch im Römer mir Gottesdienst im Dom
- Aussendungs-Gottesdienst des pastoralen Raumes in St. Josef mit Empfang im Bolongaropalast
- Werben in den Gemeinden für Kinder und Begleiter
- Absprache mit den Seelsorgern und Zelebranten
- Reinigen und Reparaturen der Gewänder und Kronen
- Sinnvolles verstauen aller Dinge
Man sieht es ist schon eine Aktion, die ein Konzept hat und und weiter entwickelt werden muss.
Margurit Assmann, Ortsausschuss; Bilder: St. Johannes Apostel

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