St. Josef Höchst

Gedenkveranstaltung am 9. November

Wirklich, wir leben in finsteren Zeiten!

Ein Populismus hat sich breit gemacht. 
Beängstigend sind die Terroranschläge von Rechtsradikalen, aber auch die schleppende Strafverfolgung durch die Polizei und die Justiz. 
Bedrückend ist, dass bis in die politische Mitte hinein Fremdenfeindlichkeit hoffähig wird.
Unsäglich sind die „Corona-Demonstrationen“, bei denen Schuldige gesucht werden.
Empört sind wir, wenn wir erfahren, dass rechte Straftaten und antisemitische Delikte zunehmen.
Einfach beschämend ist die „Flüchtlingspolitik“, die nur zum Ziel hat, die Menschen von uns fernzuhalten, die aus Not und Elend nach Europa flüchten. Bedroht ist das Gefüge unserer Demokratie, der humane Gehalt unseres Zusammenlebens.

Die Republik rückt immer weiter nach rechts.
Das nehmen wir nicht hin!
Wir erheben unsere Stimme heftig, wahrnehmbar, öffentlich!
Wir solidarisieren uns mit „black lives matter“, „Jugend gegen Rassismus“ und allen Menschen, die sich gegen Abwertung und Ausgrenzung anderer stellen!


Bertolt Brecht schreibt in seinem Gedicht „An die Nachgeborenen“:

„Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!“
Das arglose Wort ist töricht.
Eine glatte Stirn deutet auf Unempfindlichkeit hin.
Der Lachende hat die furchtbare Nachricht nur noch nicht empfangen.
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! ...“

Lasst uns laut und mutig werden und eintreten für eine Welt, in der „... der Mensch dem Menschen ein Helfer ist.“

 

In diesem Jahr wird es keine übliche Gedenkveranstaltung geben.

Stattdessen treffen wir uns in kleinem Rahmen am Montag, 9. November um 18:00 Uhr am Bauzaun der Ausgrabungen am Ettinghausenplatz und erinnern uns an die Nacht vom 9./10. November 1938, in der die Synagoge zerstört wurde.

Wir verzichten dabei auf Glockenläuten, Reden und Musik.Synagoge Hoechst

Veranstaltung im Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46

am Dienstag, dem 10. November um 19:00 Uhr
„In Auschwitz gab es keine Vögel“
Konzert-Lesung von und mit Monika Held und Gregor Praml D2020, 65 min.
anschließend Gespräch mit Monika Held und Gregor Praml

sowie Dienstag, um 21:00 Uhr
„In Auschwitz gab es keine Vögel“
ohne anschließende Diskussion

Reservierung unter: klaus-peter [PUNKT] roth [PUNKT] VHS [AT] stadt-Frankfurt [PUNKT] de

Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben und wer erzählt dann?

Das haben sich die Autorin Monika Held und der Kontrabassist Gregor Praml gefragt und sich dafür entschieden, selbst zu Erzählenden zu werden. Aus Helds Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ entstand diese Konzert-Lesung. Texte gelesen von der Autorin und Livemusik (Kontrabass, Loops und Effekte) werden durch die sehr persönlichen O-Töne des Zeitzeugen Hermann Reineck ergänzt, aus dessen Überlebensgeschichte der Roman und die Figur Heiner entstanden sind.

Bitte bei allen Veranstaltungen die gültigen Hygieneregeln beachten!

Unterstützer der „AG Geschichte und Erinnerung“:
AG Außerschulische Bildung e.V.
Bildungsstätte Anne Frank e.V.
Bund für Volksbildung Frankfurt – Höchst e.V.
Neues Theater
CDU Höchst-Unterliederbach
DIE LINKE im Ortsbeirat 6
Evang. Kirchengemeinde Höchst am Main
Evang. Stadtdekanat Frankfurt am Main
Evang. Kirchengemeinde Frankfurt-Nied
Evang. Regenbogengemeinde
Frankfurt-Sossenheim
Evang. Kirchengemeinde Frankfurt-Unterliederbach
Höchster Bildungsschuppen
Verein für Kultur, Politik und Berufsbildung Höchst e.V.
Die Grünen im Frankfurter Westen
Jugend- und Kulturzentrum Höchst
Pfarrei Sankt Margareta – Gemeinde St. Josef Frankfurt-Höchst
Pfarrei Sankt Margareta - Gemeinde St. Johannes Ap. Frankfurt-Unterliederbach
Kath. Schulseelsorge Höchst/Bistum Limburg
Senioreninitiative Höchst
SPD Ortsverein Frankfurt-Höchst
VHS Frankfurt am Main
Filmforum Höchst

v.i.S.d.P. Petra Scharf, Karl-Blum-Allee 14, 65936 Frankfurt

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