St. Michael Sossenheim

Nachrichten

14.10.: Kapelle der Sa­kra­mente – Hl. Jo­han­nes XXIII.

„Kapelle der Sakramente – Hl. Johannes XXIII.“
in der St. Michaelskirche – Frankfurt a.M.-Sossenheim

Eucharistiefeier zum Gedenktag des Hl. Johannes XXIII. (11. Oktober)

am Sonntag, 14.10.2018 um 11.00 Uhr
in der St. Michaelskirche
anschließend: Führung durch die Kapelle

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Julia­ne Kink­el, Kathol­ische Christ­in im Wider­stand

Juliane Kinkel wurde 1892 als Tochter des Sossenheimer Gemeindesekretärs Konrad Kinkel und Enkelin des Sossenheimer Bürgermeisters Jakob Kinkel geboren. Schon früh engagierte sie sich wie ihr Vater im katholischen Arbeiterverein, dem Vorläufer der KAB-Sossenheim, wie in der Sossenheimer Zeitung 22.11.1913 zu lesen war.

Foto um 1910 aus Juliane Kinkel, „Das Leben in Sossenheim vor hundert Jahren“,
aufgearbeitet von Günter Moos, 2010, S. 75

Nach ihrem Studium arbeitete sie zwischen 1914 und 1932 als Mittelschullehrerin in verschiedenen Schulen. Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 1932 wurde sie aus gesundheitlichen Gründen pensioniert.

Vergeblich bewarb sich bei Kriegsbeginn 1939 für den Schuldienst. 1940 wurde Juliane Kinkel aufgrund ihrer Fremdsprachenkenntnisse zur Arbeit als unbezahlte Dolmetscherin für die Zwangsarbeiter der Firma Jakob Noll, Silostraße 50, im Sossenheimer Volkshaus und die im örtlichen Kriegsgefangenenkommando STALAG IX B zur Arbeit verpflichtet.

Dort setzte sie sich umfassend für die Belange der Zwangsarbeiter ein und versuchte deren hartes Schicksal zu verbessern. Aus Briefen ehemaliger französischer Zwangsarbeiter geht hervor, dass sie sich dabei selbst in Lebensgefahr brachte und mit der Gestapo, Lagerführer K., Lagerarzt Dr. K. und Fabrikant K. in Konflikt geriet.

So versorgte sie im Geheimen erkrankte Zwangsarbeiter und verteilte Lebensmittel, teil aus ihrer eigenen Zuteilung. Insbesondere unterstützte sie die Zwangsarbeiter bei ihren Beschwerden über die katastrophale Unterbringung und die mangelhafte Verpflegung gegenüber dem Lagerleiter. Ihre Einstellung brachten ihr ernstliche persönliche Schwierigkeiten seitens der nationalsozialistischen Dienststellen und Anzeigen bei der Gestapo. Das Betreten des Lagers Noll wurde ihr verboten. Trotzdem half sie als der einzige deutsche Mensch im Lager

Nach dem Krieg wurde sie von den Nutznießern des Zwangsarbeitersystems beschuldigt, ebenfalls an den verübten Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Dies konnte durch die offiziell beglaubigten Briefe ehemaliger französischer
Zwangsarbeiter widerlegt werden, die ihrem persönlichen Einsatz höchsten Respekt zollten.

Diese ihre Geschichte ist auch im Buch „Frauen und Frankfurt, Spuren vergessener Geschichte“ von Barbara Bromberger und Katia Mausbach von 1987 beschrieben.

Foto aus Juliane Kinkel, „Das Leben in Sossenheim vor hundert Jahren“, S. 6

Juliane Kinkel starb 1986 in Sossenheim.

Quellen:

Barbara Bromberger und Katia Mausbach „Frauen und Frankfurt, Spuren vergessener Geschichte“ 1987 Juliane Kinkel, „Das Leben in Sossenheim vor hundert Jahren“, aufgearbeitet von Günter Moos, 2010 LAGIS Hessen Kriegsgefangenenlager Stalag IX B – STALAG militärischer Begriff für Stammlager, Wehrkreis Ziffer IX stand für Hessen, B für Bad Orb, Wegscheide für bis zu 8.000 Kriegsgefangene, die nicht in Bad Orb sondern in Lagern der Betriebe vor Ort untergebracht wurden. Aufgrund der harten Lebens- und Arbeitsbedingungen verstarben viele der Gefangenen – » Link
1706-2006 Chronik der Katholischen Pfarrgemeinde St. Michael – Sossenheim, 2006, S. 93 (Auszug Sossenheimer Zeitung 22.11.1913)

Autor: Heinz Hupfer

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Bischof in St. Michael

Visitation der Stadtkirche Frankfurt
Bischof Dr. Georg Bätzing besucht
die Pfarrei St. Margareta
und unsere Gemeinde St. Michael


Am Freitag, 31.8.18 um 19.00 Uhr waren im Rahmen der Visitation Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat sowie die Orts- und Sachausschüsse eingeladen, mit dem Bischof über anstehende Fragen und Probleme zu diskutieren.
Der Pfarrgemeinderat hatte drei Schwerpunktthemen vorbereitet:

  1. Wie sieht das Bistum die Zukunft der Pfarreien
  2. Wir im Frankfurter Westen sind aufgrund der Baugebiete und des Kinderreichtums ein wachsender Bezirk in Frankfurt. Wie kann personelle und sachliche Unterstützung durch das Bistum in Zukunft aussehen, um die Menschen auch weiterhin seelsorglich begleiten zu können.
  3. Wie sehen wir die Zukunft der Pfarrei St. Margareta.

In die Themen wurde kurz eingeführt und unsere Gedanken dazu zusammengefasst vorgetragen.
Daran schloss sich jeweils eine Diskussionsrunde.
Im Wesentlichen gilt es, folgende Aussagen festzuhalten:

  • Solange wir die Menschen haben, die in den Gemeinden vor Ort Bestehendes erhalten können, kann und soll es erhalten bleiben.
  • Es ist nicht garantiert, dass nicht in fernerer Zukunft die Einheiten noch größer werden müssen um Neues entstehen zu lassen und sich vom Festhalten am Alten zu lösen.
  • Der Veränderung in der Gesellschaft und der veränderten Erwartung der Menschen an die Kirche sollte mit entsprechenden Angeboten begegnet werden können. Zum Beispiel zeigt die Erfahrung, dass Eltern von Erstkommunionkindern oft zwar wollen, dass ihre Kinder zur Erstkommunion gehen können, die Bindung an eine Gemeinde ist jedoch nicht unbedingt gewollt.
  • Die vielen negativen Schlagzeilen über Amtsträger in der katholischen Kirche macht auch den Priestern und Bischöfen viel Kummer. Es ist für uns alle nicht schön, immer wieder mit diesen Verfehlungen konfrontiert und in Verbindung gebracht zu werden.

Im dritten Abschnitt haben unsere Jugendvertreter ein Statement zusammengefasst, das aus einer Diskussion im Jugendausschuss entstanden ist und folgende Aussage enthält:
Unser Glaube ist wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und wie auf der Wallfahrt nach Rom festzustellen war, begeistern sich auch die Jugendlichen dafür. Allerdings können viele junge Menschen mit den verkrusteten und rückwärts gewandten Strukturen unserer Kirche nichts mehr anfangen und wenden sich deshalb häufig von der Kirche ab.

Visitation in St. Michael, Sossenheim

Nachdem Bischof Bätzing unseren “Töchtern der göttlichen Liebe”im Schwesternhaus einen Besuchabgestattet hatte fand das Gespräch mit dem Pastoralteam im Gemeindehaus statt.

Im Anschluss daran begrüßte Christiane Hampel im Namen des Ortsausschusses den Bischof im Saal des Gemeindehauses.

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Anhand unseres Gemeindekreuzes kamen wir über die bestehenden Gruppen und Kreise zum Leben in
St. Michael ins Gespräch.
Das Jubiläum “800 Jahre Sossenheim” war in Form unserer beiden Kirchtürme ebenfalls noch präsent
Es schloss sich ein kleiner Spaziergang durch
das Mühlgässchen zur Kirche an.
In der Krypta präsentierte Petra Rink die
Zielsetzung des erfolgten Umbaus und die jetzige Nutzung der Krypta
Die Vorstellung der Sakramentenkapelle durch
Michael Ickstadt bildete den Abschluss unseres
Besuchsprogramms in St. Michael.

Als Bischof Bätzing zur Weiterfahrt nach Höchst abgeholt wurde, hatte er Gelegenheit, im Eiscafé noch das ein oder andere Gemeindemitglied zu begrüßen.
Die Visitation schloss am Sonntag, 2. September ab mit einer Eucharistiefeier in der Kirche St. Dionysius in Sindlingen. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Gottesdienstteilnehmer auf dem Platz vor der Kirche bei einem Imbiss noch miteinander und mit dem Bischof ins Gespräch kommen

Lieselotte Bollin

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Nach­lese „Tag der Schöpf­ung“ 09.09.2018

Am 10 September feierten wir, zusammen mit den evangelischen Christen, den Tag der Schöpfung.
Der Gottesdienst begann um 11 Uhr in der St. Michaelskirche. Von da aus machten sich ca 40 Gottesdienstteilnehmer(innen) auf zum Schöpfungsgang durch das Unterfeld Sossenheims und Stadtpark, zu „Abenteuer Glaube – Kirche im Grünen“.

Die Kinder konnten vorausgehen und die angebrachten Wegweiser suchen. An den Stationen wurde jeweils eine Lesung und Gedanken zu dem Tag vorgetragen.

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