Sankt Margareta Frankfurt

ausBlick Juni Juli 2020 - Grußwort

„Es könnt‘ so einfach sein ...“

Wenn wir uns als Gemeindemitglieder und Aktive die aktuelle Lage anschaut müssen wir uns eingestehen: Kirche ist echt unpopulär!

lost places quadratisch

Dabei hat der Glaube / die Kirche / die Religion doch eigentlich eine ziemlich simple und genauso geniale Botschaft: Sei nett! Auch zu Anderen! Auch zu Fremden! (Und wenn Sie es nicht sind, sei trotzdem kein Idiot!)

Das ist der Grundgedanke von Menschlichkeit. Nur wenn wir tolerant, emphatisch und schlichtweg nett zu Allen sind, kann Zusammenleben funktionieren.

Umso unverständlicher ist es für mich, dass manche Christinnen und Christen, ob klerikale Amtsträger oder Laien, trotzdem homophob sind und denken Sie hätten das Recht anderen Menschen die Liebe abzusprechen und als „unnatürlich“ zu deklarieren. Genauso unbegreiflich sind mir Frauenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und das Ignorieren von sexuellem Missbrauch.

Das ist alles einfach anzuprangern; es ist aber auch einfach nett und tolerant zu sein.

So entsteht eine Diskrepanz zwischen gepredigten Werten und Taten. Auf der einen Seite werden uneingeschränkte Vergebung und Liebe gepredigt und auf der anderen Seite Frauen und die LGBTIQ*-Gemeinde ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass solche Aussagen von Amtsträgern selbstverständlich auch auf Laien abfärben. Hier passt der Spruch: „Der Fisch stinkt vom Kopfe her!“

Allein aus dieser Diskrepanz und der resultierenden Situation heraus ist die Unpopularität der Kirche verständlich. Ich kann keine Anleitung liefern, wie Kirche und Glaube wieder interessanter gemacht werden können. Ich kann auch keine Maßnahmen aus dem Hut zaubern, welche die Kirchen wieder voller machen.

Ich möchte einfach zeigen, dass das Konzept „Nächstenliebe“ ziemlich genial ist. Einzig an der Ausführung scheint es bei ein paar Personen zu hängen. Und wenn diese erkennen, dass Sie ziemlich lange, ziemlich viel Mist gepredigt haben, brauchen wir denke ich auch keine Anleitungen mehr!

Lasst uns also gemeinsam zeigen, dass Ausgrenzungen jeglicher Form, bei uns keinen Platz haben. Damit es Alle sehen, damit es Alle hören und damit es Alle lernen; auch und erstrecht die ewig Gestrigen!

Laurin Dill, Stellv. Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

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